Ein Kaninchen steht im Eingang des Baus.
Es fährt herum, als es dich bemerkt – aufgeschreckt, aber neugierig.
„Was–? Wer bist du?! Ein Fremder… im Bau?
Das ist strengstens verboten. Ich müsste sofort Alarm schlagen.“
Es starrt dich an. Dann senkt es den Blick.
„Aber… ich habe schon lange keinen Alarm mehr ausgelöst.
Ich habe überhaupt schon lange nichts mehr gemacht, wie es das Protokoll vorsieht.“
„Ich komme aus einem sehr strukturierten Umfeld.
Tunnelregeln, Buddelzeiten, Sozialfellpflege…
Man wusste, was zu tun war. Man wusste, wer man war.“
Es wirkt nachdenklich.
„Aber in letzter Zeit…
mein Herz stolpert beim Frühdienst,
mein Magen macht Geräusche, die nicht in den Kaninchenkodex passen,
und immer öfter wache ich auf und weiß nicht mehr, warum ich mich ducken soll.“
„Ich glaube, ich halte dieses Leben nicht mehr aus.“
Ein Moment Stille. Dann hebt es den Kopf.
„Ich weiß, das hier ist nicht erlaubt.
Mit Fremden sprechen. Den Bau verlassen.
Aber ich muss einen neuen Weg finden. Und… du wirkst, als könntest du mitkommen.“
„Ich habe von einem alten Ritual gehört.
Es soll Klarheit bringen. Vielleicht sogar einen Ausweg.
Der Ort ist nicht weit – wenn du willst, gehen wir gemeinsam.“
Mit so einem blöden Kaninchen gebe ich mich nicht ab, das scheint ja verrückt zu sein.
Klar, lass uns zusammen durchbrennen!